Haben Sie Fragen?

Auf dieser Seite können Sie Ihre Fragen zum Thema Reizdarm und Nahrungsmittelunverträglichkeiten stellen.

5 Gedanken zu “Haben Sie Fragen?”

  1. Hallo Herr Schweigler!

    Ich habe mir aus ihrem Buch viel Nützliches holen können und bin gerade dabei unterschiedlichstes auszuprobieren. Da ich schon seit Monaten sehr einseitig esse und alles weglassen versuche was meinen Darm reizt (habe Reizdarm, wie auch verschiedene Unverträglichkeiten) und trotzdem das Gefühl habe noch nicht viel mehr zu vertragen möchte ich nun mit der Vit C Infusionstherapie anfangen (die Stuhlanalyse hat einerseits aufgezeigt, dass ich eine durchlässige Schleimhaut habe, wie auch diese entzündet ist). Können sie mir das Präparat nennen das sie von ihrem Therapeuten verabreicht bekommen haben? Auch hätte ich gern gewusst welche Aminosäureninfusion das war die sie da hatten. Ich vertrage aufgrund einer HIT nicht viele oral und möchte daher die Umwege umgehen und den direkten Weg ins Blutsystem nutzen 🙂

    Ich freue mich über eine Antwort und bin ihnen dankbar, dass sie ihre Erfahrungen und ihr Wissen in ein sehr brauchbares Buch zusammen gefasst haben. Danke!
    Freundliche Grüße, Ruth

    • Hallo Ruth,
      es freut mich, dass Sie Ihre Heilung so aktiv angehen.

      Bei einem durchlässigen Darm (Leaky Gut) gibt es viele Ansatzpunkte. Als Infusion eignet sich zum einen das Vitamin C gegen die Entzündung sowie Infusionen, die verschiedene Aminosäuren enthalten. Besonders wichtig ist vor allem die Aminosäure L-Glutamin. Da Sie die Infusionen wahrscheinlich nicht zu Hause sondern bei einem Therapeuten machen müssen, ist es sinnvoll, wenn Sie sich einen erfahrenen Heilpraktiker suchen. Er kennt dann auch die entsprechenden Infusions-Präparate.

      Bitte unbedingt alle Nahrungsmittelunverträglichkeiten testen (Laktose, Fructose, Gluten und Histamin). Denn nur durch eine entsprechende Ernährung mit Verzicht auf unverträgliche Nahrungsmittel kann sich der Darm wieder erholen.
      Außerdem gibt es auch Darmbakterien-Produkte, die bei einer Histaminintoleranz verträglich sein sollten. Und als weitere Schritte würde ich einen Schwermetalltest sowie (besonders bei Frauen) einen HPU-Test empfehlen (im 24h Urin). Mehr dazu finden Sie auch in meinem Buch speziell zum Thema “Leaky Gut”.

      Da man bei einem Reizdarm sehr viel machen kann/muss, empfehle ich genrell eine Heilpraktiker-Zusatzversicherung. Das kann ganz gut dabei helfen, dass die Therapiekosten nicht gar zu sehr das Sparschweinchen angreifen.

      Alles gute Ihnen und viel Erfolg
      Dirk Schweigler

  2. Hallo Herr Schweiger,

    ich habe mir soeben Ihr Buch “Leaky gut” bestellt und freue mich sehr, dass Sie auch die Möglichkeit bieten, Fragen zu stellen.
    Bei mir wurde Leaky gut diagnostiziert, dazu Hashimoto und Nebennierenschwäche. Ich bin dabei, sehr genau auf meine Ernährung zu achten. Ich habe den Eindruck, mich damit einigermassen “stabil” halten zu können, aber eine wirkliche Heilung ist das noch nicht.
    Von einer Heilpraktikerin wurde mir Klinoptilolith zur Entgiftung empfohlen.
    Meine Frage an Sie: “Macht es Sinn bei Leaky gut dieses Klinoptilolith zu nehmen oder besteht die Gefahr der Rückvergiftung (weil der Darm ja undicht ist)?
    Vielen Dank im voraus für Ihre Hilfe und freundliche Grüße
    Marianne Blascak

  3. Lieber Herr Schweigler!
    Welchen Test, um Nahrungsmittelunverträglichkeiten auszutesten, würden Sie empfehlen?
    Ich meine nicht Lactose usw. sondern bestimmte Lebensmittel. Ich kenne leider bisher nur Pro Immun…
    Vielen Dank für Ihre Antwort
    Herzliche Grüße
    Anja

    • Hallo Anja,
      also wenn eine Nahrungsmittelunverträglichkeit vorliegt, dann macht nicht das Nahrungsmittel insgesamt Probleme, sondern es enthält bestimmte Stoffe, die nicht richtig verdaut werden können. Wenn du zum Beispiel eine Scheibe Käse isst, dann enthält dieser Käse Eiweiße, Kohlenhydrate, Fette..er enthält aber auch Laktose und Histamin. Im Körper wird der Käse in seine kleinsten Teile aufgebrochen. Und wenn etwas mit der Verdauung nicht stimmt, dann hat man nicht generell gegen “Käse” eine Unverträglichkeit, sondern man verträgt einen bestimmten Bestandteil im Käse nicht.

      Und die typischsten Bestandteile, die Probleme machen, sind eben Laktose, Fruktose, Histamin und Gluten. Die IgG-Tests, wie zum Beispiel Pro Immun, tun immer so, als könnte man ganze Nahrungsmittel auf ihre Unverträglichkeit testen. Das geht aber nicht. Denn bei diesen Tests wird immer nur die Reaktion des Immunsystems gemessen. Bei einer Laktose-und Fructoseunverträglichkeit fehlt aber ein Enzym im Darm, das die Laktose/Fructose aufspaltet. Und bei einer Histaminunverträglichkeit fehlt es häufig an dem DAO-Enzym. Da kann man noch so sehr die Reaktion des Immunsystems messen, man wird dabei nie ein ordentliches Ergebnis bekommen. Und dann isst du aufgrund des Pro Immun-Tests Dinge, die du eigentlich gar nicht verträgst.

      Deshalb kommt man um die Laktose/Fructose/Gluten/Histamin-Tests nicht herum. Ist das aber einmal gemacht, dann hat man ein echtes und zuverlässiges Ergebnis und kann seine Ernährung entsprechend anpassen.

      VG, Dirk

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